Liebe Galeriebesucherinnen und Galeriebesucher,
liebe Kunstschaffende,
nach zwei intensiven und ausserordentlich spannenden Jahren voller kreativen Austauschs und unvergesslicher Begegnungen wird die Galerie Calabrò an der Ankengasse 4 geschlossen.
Wir danken allen beteiligten Künstlerinnen und Künstlern, Partnern, Sammlerinnen und Sammlern sowie allen Unterstützerinnen und Unterstützern herzlich für ihr Vertrauen, ihr Engagement und die vielen bereichernden Momente.
Diese Entscheidung ist durch private Herausforderungen bedingt und fällt uns alles andere als leicht. Gleichzeitig möchten wir betonen, dass wir der Zürcher Kunst- und Kulturszene weiterhin aktiv verbunden bleiben.
Ein neues Projekt, das besser zu unseren aktuellen Möglichkeiten passt, befindet sich bereits in der Entstehung. Die Premiere ist für den 15. Februar 2026 geplant.
Wir blicken mit Zuversicht nach vorne und freuen uns darauf, Sie schon bald mit neuen Ideen und Formaten erneut zu begeistern.
Paulina und Michael Calabrò
Family Affair vereint zwei künstlerische Positionen, die unterschiedlicher kaum sein könnten – und gerade darin eine bemerkenswerte Nähe finden: die fotografischen Arbeiten von Michael Calabrò und die Malereien sowie Collagen seines Bruders Christian Calabrò. Präsentiert werden sie in der Galerie von Paulina, Michaels Frau – ein familiäres Gefüge, das den Rahmen dieser Ausstellung bildet und ihr zugleich ihren Namen verleiht.
Während Michael Calabrò als Portrait- und Reportagefotograf in Zürich lebt und arbeitet, bewegt sich Christian Calabrò als zeitgenössischer bildender Künstler vor allem im Spannungsfeld zwischen Collage und abstrakter Malerei. Beide eint ein präziser Blick für das Nebensächliche, für das, was oft übersehen wird – doch sie geben diesen Momenten völlig unterschiedliche Formen.
Michael Calabròs Fotografien entstehen im Studio ebenso wie auf Reisen. Sie sind getragen von einer poetischen, manchmal verträumten Zartheit, die dem Alltäglichen eine stille Schönheit entlockt. Sieben Jahre nach seiner letzten Ausstellung Mare Nostrum zeigt Family Affairs erstmals wieder ein breites Spektrum seines Schaffens: Bilder, die aus beiläufigen Szenen kleine Welten formen und Licht, Ruhe und Augenblicke in eindringliche Stimmungen verwandeln.
Christian Calabrò hingegen baut seine Bilder Schicht für Schicht auf. Papierfragmente, Pigmente und gefundene Materialien werden zu Kompositionen, in denen Rhythmus, Spontaneität und Konstruktion miteinander ringen. Seine Collagen leben vom Spiel aus präzisen Schnitten, organischen Formen und überraschenden Gegenüberstellungen, während seine abstrakten Malereien Farbe und Form in einen dynamischen Dialog treten lassen. Improvisation bleibt dabei ein wesentliches Element – die Fragmente und Spuren bestimmen das Bild ebenso sehr wie die bewussten Setzungen.
In Family Affairs treffen diese beiden künstlerischen Sprachen aufeinander: Michaels sensible Beobachtung der äusseren Welt und Christians intuitive Erkundung innerer Landschaften. Gemeinsam öffnen sie einen Raum, in dem sich Erinnerungen, Atmosphären und persönliche Bezüge spiegeln – eine Einladung, das Sichtbare zu betrachten und das Verborgene zu entdecken.

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